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Von der Anreise bis zur Husmannskost: 7 Schwedentipps

Urlaub in Schweden kann ganz unterschiedlich ausfallen: Auf Sie warten aufregende Städte wie Stockholm, Göteborg, Kirkuna oder Malmö. Sie können ebenfalls die unberührte Natur und die einsamen Ebenen der schwedischen Landschaft von Lappland bis Småland entdecken. Eins ist sicher: Mit diesen Schwedentipps sind Sie für Ihre Reise bestens gerüstet.

Sieben Schwedentipps

  1. Beste Reisezeit

1. Reisezeit: Sommer ist die erste Wahl

Nur wenn Sie Ski oder Schneemobil fahren wollen, sollten Sie Schweden im Winter bereisen. Dann bieten sich vor allem die Regionen Lappland, Värmland, Dalarna und Jämtland/Härjedalen an. Für alle anderen gilt: Sommersaison ist Schweden-Saison. Von Juni bis August herrscht Hochsaison bei den Skandinavien-Urlaubern. Hier erwarten Sie die höchsten Temperaturen und die wenigsten Regentage. Empfehlenswert für den Süden des Landes ist auch der Mai. Wer einen Städtetrip plant, kann auch auf die Herbstmonate ausweichen.

2. Schwedentipps zurAnreise: nicht die Mautgebühren vergessen

Die Anreise mit dem eigenen Auto oder dem Mietwagen ist besonders vom Norden Deutschlands aus eine bequeme Alternative. Allerdings sollten Sie im Voraus Geld zur Seite legen: Viele wissen nicht, dass die Mautgebühren, besonders über die Öresundbrücke und die Storebæltsbrücke teils horrend sind. Wichtige Info: Auf Grenzfahrten mit dem Mietwagen nach Schweden erheben die meisten Anbieter eine Gebühr. Informieren Sie sich vorher über die Regelungen! Viele setzen bei ihrer Reise nach Schweden auf die Fähre. Es gibt von Deutschland aus mehrere Verbindungen mit der Autofähre, zum Beispiel von Travemünde nach Malmö, von Rostock nach Trellebirg oder von Kiel nach Göteborg. Leider sind die Fährverbindungen in den letzten Jahren recht teuer geworden. Unbedingt beachten: Wenn Sie mit einem Mietwagen übersetzen wollen, müssen Sie sich vorher bei Ihrem Anbieter über die Regelungen bei Fährfahrten informieren. Denn: Der Mietwagen ist auf der Fähre nicht versichert, für Schäden haftet der Fahrer selbst. Natürlich können Sie Schweden auch per Bahn oder Flugzeug erreichen. Züge verkehren zwischen Hamburg und Kopenhagen, im Anschluss über die Öresundbrücke nach Schweden oder von Berlin nach Stralsund per Eisenbahnfähre. Schweden verfügt über mehrere internationale Flughäfen. Flugtickets sind zum Teil recht günstig zu erwerben, mit ein wenig Glück bereits ab 20 Euro.

Mietwagen sind in Schweden verhältnismäßig teuer. Wer einen Kleinwagen bucht und nicht allzu viele Kilometer damit fährt, steigt bei etwa 30 Euro pro Tag ein. Auch die Spritpreise in Schweden liegen deutlich über denen in Deutschland. Das sollten Sie in Ihr Reisebudget mit einkalkulieren.

3. Unterkunft: Schwedenhaus? Nur für Frühbucher!

Idyllisches Schwedenhaus am See oder modernes Luxushotel mit Blick auf Göteborg? Beides ist möglich und noch einiges mehr. Die Zimmerpreise sind generell höher als in Deutschland. Allerdings warten in den Sommermonaten immer auch Schnäppchenangebote auf preisbewusste Gäste. Schwedens berühmteste Hotelkette ist Scandic Hotels. Scandic-Hotels verfügen meist über eine gehobene Ausstattung und finden sich in fast allen Städten des Landes. Wer es gerne ausgefallen mag, kann natürlich auch eine Nacht im Baumhotel in Härad, im Eishotel in Jukkasjärvi oder im Unterwasserhotel bei Västerås reservieren. Suchen Sie nach einem gemütlichen Schwedenhäuschen inmitten der traumhaften Natur, finden Sie im Internet zahlreiche Anbieter. Um ein Haus am See müssen Sie sich allerdings schon viele Monate im Voraus bemühen. Schweden ist ein beliebtes Reiseziel für Familien und gerade die größeren Häuser sind schnell ausgebucht. Notfalls können Sie immer noch den nächsten Campingplatz aufsuchen und dort eine Hütte beziehen, Ihr Zelt aufbauen oder Ihren Wohnwagen parken. Die Hygienestandards sind auf schwedischen Campingplätzen hervorragend.

4. Jedermannsrecht: Schwedentipp für Abenteurer

In Schweden gilt überall das sogenannte Jedermannsrecht. Es räumt allen Schweden und Gästen aus dem Ausland ein, sich in der Natur frei zu bewegen – selbst auf einem Gebiet, das jemandem gehört. Nicht falsch verstehen: Sie sollten jetzt nicht direkt bei Ihrem schwedischen Nachbarn über den Gartenzaun steigen. Es gibt natürlich ein paar Restriktionen. Zusammengefasst lautet die Devise: Nicht stören und nichts zerstören. Vor allem für wilde Camper ist das Jedermannsrecht ein großer Pluspunkt. Sind Sie mit einem Zelt (nicht mit einem Wohnmobil!) unterwegs, dürfen Sie mit genügend Abstand zu benachbarten Wohnhäusern Ihr mobiles Zuhause mitten in der freien Natur aufstellen. Wichtig: Jegliche Hinterlassenschaften müssen am nächsten Tag beseitigt werden. 📌 Lesetipp: Schweden-Rundreise mit dem Wohnmobil

5. Unbedingt einpacken: das muss in den Koffer

Natürlich hängt es von Ihrer individuellen Reiseplanung ab, was in Ihrem Reisegepäck auf keinen Fall fehlen sollte. Auf ein paar Dinge können aber die wenigsten Schwedenurlauber komplett verzichten. Packen Sie auf jeden Fall Regenbekleidung ein. Auch wenn die Sommermonate in Schweden recht trocken sind, ein Tag mit strömendem Regen ohne passende Kleidung ist ein verlorener Tag. Unverzichtbar – auch wenn Sie nicht das Haus am See gebucht haben – ist außerdem ein Mückenschutzmittel. Wenn Sie ein Ferienhaus gemietet haben, sollten Sie sicherheitshalber Haushaltsutensilien wie Geschirrtücher, Schwämme und Spülmittel, Toilettenpapier und ein paar Handtücher mitnehmen. Ein guter Schwedentipp zum Geld sparen ist auch das Mitführen von Alkohol – sofern Sie gerne mal ein Glas Wein zum Essen trinken. Alkohol ist sehr teuer in Skandinavien.

6. Geld und Kreditkarten: Achtung, Geld wechseln

Zwar ist Schweden Mitglied der Europäischen Union, den Euro haben unsere skandinavischen Nachbarn jedoch nicht eingeführt. Die Landeswährung ist weiterhin die Schwedische Krone (SEK). Viele Restaurants und Hotels nehmen Euro an, allerdings dann zu einem schlechten Kurs. Gehen Sie lieber in eine Wechselstube oder zur nächsten Bank und heben Sie dort Schwedische Kronen ab. Natürlich können Sie mit einer Kreditkarte fast überall auch bargeldlos bezahlen. Aber Achtung: American-Express-Karten werden kaum akzeptiert.

7. Essen und Trinken: Setzen Sie auf „Husmannskost“!

Die Lebensmittelpreise in Schweden liegen rund 15 Prozent über deutschen Preisen. Alkoholische Getränke sind deutlich teurer. Eine günstige Möglichkeit, in Schweden an eine warme Mahlzeit zu kommen, ist das sogenannte Dagens rätt - das Tagesgericht, das es in den meisten kleinen Restaurants immer mittags bis 14 Uhr gibt. Es ist oft sogar günstiger als der Burger aus dem nächsten Fastfood-Restaurant. In vielen kleinen Lokalen und Cafés herrscht Selbstbedienung. Dafür wird auch nicht zwingend ein Trinkgeld erwartet. Ein guter Schwedentipp für Freunde deftiger Hausmannskost sind auch die gatukök genannten Straßenküchen – auf Deutsch: Imbissbuden. Dort gibt es Hot Dogs, Würstchen und Kartoffelbrei und meist auch einen netten Gesprächspartner.

Der schmackhafteste unter allen Schwedentipps: Kein Urlaub in Schweden ohne Kanelbullar. Dieses seltsam klingende Gebäck gehört zu den leckersten Spezialitäten, die Skandinavien zu bieten hat. Seit den 1920er Jahren gehört die aus Mehl, Zucker, Milch, Hefe, Butter und Zimt gefertigte Schnecke zum kulinarischen Kulturgut des Landes. Im Nachbarland Norwegen wird die Kanelbullar übrigens noch mit etwas Kardamom verfeinert – äußerst delikat!

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