Startseite ReiseinfosRund ums Auto Die spinnen, die Gesetzgeber… lustige Verkehrsregeln aus aller Welt

Die spinnen, die Gesetzgeber… lustige Verkehrsregeln aus aller Welt

von billiger-mietwagen.de-Redaktion

Wer eine Auto-Tour im Ausland plant, informiert sich vorab über die dort herrschenden Verkehrsregeln – ganz klar. Denn wie jedes Kind weiß, gibt es zwischen den einzelnen Ländern einige Unterschiede: In England fährt man links, in Norwegen muss man verstärkt mit Wildunfällen rechnen und in Schweden herrscht ganzjährig Lichtpflicht.

Neben diesen Standard-Regeln hat jedes Land aber auch seine ganz eigenen Kuriosa unter den Verkehrsregeln, die bei Besuchern Kopfschütteln, Ungläubigkeit oder auch Lachanfälle hervorrufen. Die absurdesten aller Verkehrsregeln haben wir hier zusammengestellt.


Kleider machen Fahrer

Die USA machen ihrem Ruf als Land der spleenigen Merkwürdigkeiten auch durch ihre Verkehrsgesetze alle Ehre. Ein Bespiel: In Kentucky dürfen Frauen in Badekleidung nur auf dem Highway fahren, wenn sie entweder einen Knüppel oder zwei Polizisten dabei haben. Dahinter steckt offenbar die noble Absicht, leichtbekleidete Damen vor Belästigungen schützen. Komische Regel, nichtsdestotrotz.

In Deutschland dagegen ist es explizit erlaubt, nackt Auto zu fahren, da Sie im Auto in einem privaten Bereich sind. Beim Aussteigen verlassen Sie allerdings Ihren Privatbereich und betretet öffentliches Gebiet. Daher besser vorher anziehen, sonst kann Ihnen Erregung öffentlichen Ärgernisses vorgeworfen und ein Bußgeld in Höhe von 40 € verhängt werden.

Ungeahnt locker geht es dagegen in Großbritannien zu: Wer auf Englands Straßen mal dringend muss, darf das laut Gesetz am Hinterreifen seines Autos erledigen – allerdings nur dann, wenn die rechte Hand dabei das Fahrzeug berührt. Sinn oder Nicht-Sinn, wer beim Pinkeln ohne Hand am Wagen erwischt wird, muss Strafe zahlen. Allerdings nur, wenn der Polizist, der Ihnen das Knöllchen aushändigt, eine Mütze auf dem Kopf hat – diese ist nämlich die Quelle seiner Autorität und ohne sie ist er nicht befugt, seines Amtes zu walten.


Streng geregelt

Mit der Slowakei ist in Puncto Verkehrssicherheit nicht zu spaßen. Nicht nur Autofahrern, sondern auch Fußgängern ist es beim Überqueren einer Straße verboten, zu telefonieren oder mit Kopfhörern Musik zu hören. Fahrradfahrer sind in der Slowakei verpflichtet, außerorts einen Helm und bei schlechtem Wetter Leucht-Reflektoren auf der Kleidung zu tragen.

Bosnien-Herzegowina setzt vor allem Fahranfängern konsequente Grenzen. Personen unter 23 Jahren, die ihren Führerschein seit weniger als einem Jahr besitzen, dürfen zwischen 23 Uhr und 5 Uhr überhaupt nicht Auto fahren, was anscheinend Party-Unfällen vorbeugen soll.

Ähnlich sieht es in Frankreich aus. Führerscheinneulinge müssen sich hier zwei Jahre lang an besondere Tempolimits halten: Außerorts 80 km/h, Schnellstraße 100 km/h, Autobahn 110 km/h. Außerdem ist jeder Autofahrer verpflichtet, einen Alkoholtester mit sich zu führen.

Wer auf Italiens Straßen mit mehr als 1,5 Promille erwischt wird, kann seinem Auto Arrivederci sagen. Wenn Halter und Fahrer identisch sind, wird das Gefährt rigoros vom Staat enteignet.


Das Absurdeste des Absurden

Lustige Gesetze gibt es überall, in Sachen Verkehrsregeln geht es jedoch in Skandinavien besonders skurril zu. In Dänemark müssen Sie vor jedem Fahrtantritt Ihr Auto auf Fahrtüchtigkeit überprüfen. Sehr vorbildlich, vor allem, weil dies neben dem Check von Lampen, Bremsen und Co. auch beinhaltet, unter dem Wagen nachzuschauen, ob da auch keiner liegt. Sonst dürfen Sie nämlich – Überraschung – nicht losfahren. Die Zollbestimmungen im Familienland Norwegen erlauben Kindern unter 12 Jahren nur das absolut Nötigste einzuführen, also Kakaoprodukte, Süßigkeiten und Getränke – na klar.

In der Türkei und Bulgarien muss beim Grenzübertritt mit dem eigenen Auto dagegen eine „Desinfektionsgebühr“ gezahlt werden. Spaniens Tankstellen schreiben vor, während des Tankens alle elektronischen Geräte abzuschalten. Dafür gibt Ihnen der spanische Staat 50 Prozent Rabatt auf Ihr Bußgeld, wenn Sie innerhalb von 15 Tagen nach Erhalt des Knöllchens zahlen.

In Griechenland dagegen verdoppelt sich der Bußgeldbetrag direkt nach Fristüberschreitung. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie zum Beispiel absichtlich im Halteverbot standen oder nicht. Wer die griechischen Halteverbotsregeln nicht kennt, ist selbst schuld. An ungeraden Tagen gelten Halteverbotsschilder mit einer senkrechten Linie, an geraden Tagen Schilder mit zwei senkrechten Linien – logisch.

In Österreich sollten Sie sich vor allem strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Denn hier lauern die Adleraugen der Superhelden von der Polizei, die jedes Tempomessgerät ersetzen. Laut Straßenverkehrsordnung kann so ein „geschultes Amtsauge“ mit seinen übersinnlichen Fähigkeiten nämlich Geschwindigkeitsüberschreitungen bis 30 km/h problemlos erkennen.

Ob sinnvoll oder nicht, absurd oder nachvollziehbar, wer im Ausland mit dem Auto unterwegs ist, muss sich an die dort herrschenden Gesetze halten. Selbst wenn Sie sich bei einigen Bestimmungen (zu Recht) an den Kopf fassen  einfach nicken, lächeln und weiterfahren. Zum Glück haben die Länder der Welt neben seltsamen Verkehrsbestimmungen auch jede Menge toller Dinge zu bieten, die Sie ohne Stress entdecken können, wenn Sie sich an die Vorschriften halten.


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