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Wüstenstadt Merzouga: Tor zu Marokkos Dünenlandschaft

von billiger-mietwagen.de-Redaktion
Beeindruckender Blick auf die Wueste bei Merzouga

Marokko bietet vor allem in der Sandwüste Erg Chebbi eine faszinierende Dünenlandschaft, die zu ausgiebigen Erkundungstouren einlädt. Der perfekte Ausgangspunkt für unvergessliche Wüstenerlebnisse und einmalige Abenteuer ist die Wüstenstadt Merzouga, die sich an den Rand der riesigen Dünen schmiegt. Wir verraten Ihnen, was Sie rund um diese Wüstenstadt Wunderbares erwartet und wie Sie wirklich das Beste aus Ihrem Trip in den Sand machen.

Merzouga: Marokkos Wüste erleben
1. Anreise: so beginnt Ihr Merzouga Abenteuer
2. Merzouga: die Stadt vor den Dünen
3. Erg Chebbi: hinter Merzouga die Wüste erleben
4. Unvergesslich: eine Kameltour durch die Wüste
5. Ausflugstouren rund um Merzouga


 

1. Anreise: so beginnt Ihr Merzouga Abenteuer

Ja, wir wollen Sie in die Wüste schicken. Aber wir meinen das absolut nicht böse, im Gegenteil: Eine Reise nach Merzouga in der Erg Chebbi Wüste können wir Ihnen definitiv empfehlen, schon die Anfahrt durch die faszinierenden Landschaften Marokkos ist einfach spektakulär.

So kommen Sie am besten hin: Sie fliegen nach Marrakesh und brechen von da mit dem Mietwagen nach Merzouga auf. Ein Wagen mit Allradantrieb ist nicht zwingend nötig, aber durchaus empfehlenswert. Die Fahrtzeit beträgt etwa neun Stunden, am besten planen Sie eine Übernachtung im Dadestal ein und teilen die Anreise so bequem in zwei wunderschöne Tagestouren.

Merzouga vor den Dünen von Erg Chebbi© twixx – stock.adobe.com

2. Merzouga: die Stadt vor den Dünen

Am Ziel angekommen, erwartet Sie ein fantastischer Anblick: Durch das schöne Stadttor von Merzouga schauen Sie auf die bis zu 150 Meter hohen Sanddünen, die im gleißenden Sonnenlicht golden strahlen. Die beste Reisezeit für Wüstentouren liegt zwischen Februar und April. Später im Jahr klettert die Tagestemperatur weit über 40 Grad, vorher sind die Abende und Nächte noch jämmerlich kalt. In Merzouga gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten, von einfachen Zeltunterkünften bis hin zu komfortablen Wüstenhotels – alle Gebäude sind dabei in traditioneller Stampflehm-Bauweise errichtet. Wir empfehlen Ihnen das liebevoll geführte Hotel Mohayut mit Garten, Terrasse und Pool. Von hier aus können Ihre Abenteuer rund um Merzouga beginnen.

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Von Marrakesh fahren Sie mit Ihrem Mietwagen erst nach Ouarzazate und dann auf der N10 nach Tinghir. Dort nehmen Sie die R113 nach Alnif und dann die N12 nach Rissani. Von dieser größeren Stadt trennen Sie jetzt über die N13 nur noch 40 Kilometer von Ihrem Ziel.

3. Erg Chebbi: hinter Merzouga die Wüste erleben

Sind Sie schon einmal auf eine Wüstensanddüne geklettert? In Merzouga haben Sie reichlich Gelegenheit dazu. Das gesamte Erg Chebbi ist circa 40 Kilometer lang und fünf Kilometer breit – Merzouga liegt direkt am Rand der riesigen Sandberge, da können Sie gleich zu Fuß losstapfen. Die strahlenden Farben variieren je nach Tageszeit, besonders prächtig leuchtet der Wüstensand im Sonnenuntergang: unzählige Orange-Töne vor einem tiefrosa Himmel ergeben eine beinahe unendliche Auswahl an fantastischen Fotomotiven! Sie können aber natürlich auch einfach entspannt auf einer Düne sitzen und das beeindruckende Farbspiel ganz in Ruhe auf sich wirken lassen.

Wenn Sie es actionreicher mögen, empfehlen wir eine rasante Quad-Tour durch die herrlichen Dünen hinter der Stadt. Auf und ab geht es mit wildem Spaß bis zu den höchsten Sanderhebungen und je nach Dauer oft auch zu authentischen Berberzelten oder Salzseen. Und noch eine tolle Möglichkeit, die Dünen voller Spaß zu erkunden: Sandboarding – wie beim Snowboarden flitzen Sie auf einem schmalen Brett die Hänge hinab.

Quadtour in der Wueste bei Merzouga© Drepicter – stock.adobe.com

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Alle Touren und Ausflüge werden meist direkt von den Hotels in Merzouga angeboten. Tolle, teilweise sogar ganztägige Quad-Touren finden Sie aber auch bei unabhängigen Anbietern vor Ort.

4. Unvergesslich: Eine Kamel-Tour durch die Wüste

Um nicht nur die Sanddünen hinter Merzouga, sondern die ganze Faszination der Wüste zu erleben, sollten Sie unbedingt einen Kamel-Trip unternehmen, am besten inklusive Übernachtung. Viele kommen alleine wegen dieses unvergesslichen Abenteuers hierher – und schwärmen noch Jahre später von der großartigen Erfahrung. Zu diesen Glücklichen möchten Sie doch ganz sicher auch gehören, oder?

Kameltour bei Merzouga© majonit – stock.adobe.com

Die Wüstenreise auf dem Rücken gut trainierter Kamele können Sie in Merzouga bei zahlreichen Anbietern oder direkt über Ihr Hotel buchen. In den späten Nachmittagsstunden brechen Sie in kleinen Karawanen von der Stadt aus in die Wüste auf. Und da erwartet Sie: Ruhe, unberührte Einsamkeit, einzigartige Sandlandschaften – und sonst nichts. Nichts lenkt Sie ab, nichts stört Ihren Blick, nichts hält Sie auf. Wenn Sie sich erst einmal ganz und gar auf diese Weite eingelassen haben, können Sie bei Wind sogar die Dünen singen hören – ein betörender Klang!

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Nach mehrstündigem Ritt auf Ihrem Wüstenschiff erreichen Sie dann eins der abgelegenen und authentischen Berber-Camps. Dort werden Sie in Biwak-Zelten für die Nacht untergebracht und mit köstlichem marokkanischen Essen versorgt. Wüstennächte sind kalt und so wärmt sich die Gruppe beim Essen meist gemeinsam am Lagerfeuer auf. Und wenn alle satt sind, die Unterhaltungen langsam verebben, werden die Wüstentrommeln herausgeholt und die Berber stimmen wunderbar melancholische Lieder an. Danach sollten Sie auf einem kleinen Spaziergang um das Camp den unvergleichlichen Sternenhimmel über Ihnen genießen. So viele Sternenbilder auf einmal haben Sie wahrscheinlich noch nie gesehen. Am nächsten Morgen reiten Sie erschöpft, aber glücklich nach Merzouga zurück.

Sternenhimmel am Wuestencamp© morgem – stock.adobe.com

5. Ausflugstouren rund um Merzouga

Tinghir und das Todra-Tal: Auf dieses herrliche Wüstenziel, etwa 150 Kilometer von Merzouga entfernt, sollten Sie nicht verzichten! Sie können es auch gut auf der Rückfahrt nach Marrakesh ansteuern. Schon allein die Oasenstadt Tinghir mit ihren farbenprächtigen Märkten, dem Altstadtteil und ihren alten aus Lehm erbauten Festungen ist absolut sehenswert. Dank des Flusses Todra erstreckt sich bereits 20 Kilometer vor den Stadttoren ein riesiger Palmenhain mit blühenden Obstgärten. Perfekt, um mitten in der Wüste herrlich süße Früchte zu kosten.

Luftaufnahme der Stadt Tinghir © Jose Ignacio Soto – stock.adobe.com

Die Todra-Schlucht ist beeindruckende 300 Meter tief und bietet ein einzigartiges Naturschauspiel aus farbigen Felsen vor knallblauem Wüstenhimmel. Sie ist auch ein Paradies zum Klettern und Wandern, mehr als 300 Routen laden dazu ein. Unbedingt anschauen sollten Sie sich auch noch die Moschee Ikelane und die Töpferei von El Hart n’Iaamine.

Die Todra Schlucht© Peter – stock.adobe.com

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Tiefe und spannende Einblicke in Tradition und Geschichte der marokkanischen Oasenstädte, zu denen auch Merzouga gehört, können Sie im Museum der Oasen, in Ksar El Khorbat (15 Kilometer von Tinghir entfernt), sammeln.

Spuren uralter Wüstenkultur in Taouz: Nur etwa 20 Kilometer von Merzouga entfernt liegt das kleine Wüstendorf Taouz. Der Ort selbst ist wenig spektakulär und kann auch keine größeren Annehmlichkeiten bieten. Doch vor seinen Toren erwartet Sie ein echtes Wüstenmysterium: Beeindruckende Stein-Tumuli, alte Grabhügel, von denen niemand weiß, wer sie wann errichtet hat. Sie könnten aus der Jungsteinzeit, der Antike oder dem Mittelalter stammen – sehenswert sind sie in jedem Fall. Ganz bildlich erzählen die nahegelegenen alten Steinmalereien vom uralten Leben in der Wüste: Sie zeigen Jäger und wilde Tiere, aber auch rätselhafte abstrakt-geometrische Ornamente.

Stein-Tumulus bei Taouz© ArnoldBetten / Wikipedia

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Taouz erreichen Sie mit Ihrem Mietwagen über die N13. Je nach Fahrzeugtyp parken Sie im Ort oder fahren über Schotterpisten direkt zu den Grabhügeln.

Buntes Vogeltreiben am Salzsee Dayet Srji: Im Frühling können Sie am Rande von Merzouga mit was Glück ein ganz besonderes Schauspiel erleben. Nach für die Saison typischen Regenfällen füllt sich der sonst trockene Salzsee wieder mit Wasser. Die glitzernde blaue Wasserfläche inmitten der Sandwüste wäre für sich alleine schon ein absolut fantastisches Bild. Doch die plötzliche Wassermenge lockt in kürzester Zeit unzählige Vögel an – darunter auch Flamingos. Was für eine Szenerie, die sich Ihnen dann bietet: pinkfarbene Vögel an tiefblauem Wasser, eingerahmt von goldbraun schimmerndem Sand. Ein weiteres, einfach einmaliges Merzouga-Highlight!

Ein Flamingo sucht nach Nahrung

Titelbildquelle: #97916168 | Urheber: © Adwo – stock.adobe.com

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