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Highlights der deutschen Küche, die nicht jeder kennt

von billiger-mietwagen.de-Redaktion

Den Bayern ihre Weißwürste mit Brezn, den Norddeutschen ihren Labskaus und den Rheinländern ihren Sauerbraten – weit verbreitet sind die Klischees über die bekanntesten deutschen Köstlichkeiten. Weil die deutsche Küche jedoch innerhalb eines einzelnen Bundeslands oder auch einer einzelnen Region überaus vielfältig ist, zeigen wir Ihnen hier nicht die berühmtesten Spezialitäten der jeweiligen Gegend, sondern regionale Leckereien, die zwar etwas weniger bekannt, aber vor Ort äußerst beliebt sind.

Baden-Württemberg: Linsen mit Spätzle Niedersachsen: Welfenspeise                              
Bayern:
Obatzda 
Nordrhein-Westfalen: Muscheln rheinische Art
Berlin: Leber Berliner Art Rheinland-Pfalz: Dampfnudeln
Brandenburg: Klemmkuchen Saarland: Dibbelabbes
Bremen: Kükenragout Sachsen: Getzen
Hamburg:
Aalsuppe
Sachsen-Anhalt: Köthener Schusterpfanne
Hessen:
Grüne Soße mit Pellkartoffeln
Schleswig-Holstein: Holsteiner Sauerfleisch
Mecklenburg-Vorpommern: Fliederbeersuppe Thüringen:
Biersuppe

1. Baden-Württemberg: Linsen mit Spätzle

Linsen mit Spätzle – im Ländle gehört dieses Gericht zu den absoluten Highlights. Die leckeren Eiernudeln, die je nach Art der Zubereitung länglich oder eher kurz und kompakt sind, sind ohnehin von keiner schwäbischen Speisekarte wegzudenken. Serviert mit deftig gewürzten Tellerlinsen, die mit Essig leicht säuerlich abgeschmeckt werden, machen die Linsen mit Spätzle zu einer ganz speziellen Variante der deutschen Küche.

Linsen mit Spätzle


2. Bayern: Obatzda

Deftig geht es weiter mit dem Obatzda. Die Käsemischung aus Camembert, Butter, Zwiebeln und Gewürzen bekommen Sie oft in Biergärten zur bayerischen Brotzeit. Zusammen mit einer Brezel oder Roggenbrot, Radieschen und einem kühlen Bier sicher ein Genuss!


3. Berlin: Leber Berliner Art

Ja, die Currywurst kommt aus Berlin, aber es scheiden sich die Geister, ob man sie wirklich als Spezialität der deutschen Küche bezeichnen darf oder doch nur als heimisches Fast Food. Deshalb stellen wir Ihnen ein anderes Berliner Gericht vor, das außerhalb der Hauptstadt eher weniger auf der Speisekarte steht und möglicherweise nicht alle Gaumen anspricht: Leber Berliner Art. Die gebratene Kalbsleber wird mit gebratenen Apfelscheiben, Zwiebelringen und Kartoffelpüree serviert.


4. Brandenburg: Klemmkuchen

Brandenburger Spezialitäten werden kaum genannt, wenn es um die deutsche Küche geht. Dabei kommen auch aus dem Nordosten Deutschlands richtig köstliche Gaumenfreuden. Besonders beliebt: Süßspeisen! Der Brandenburger Klemmkuchen gehört bis heute zu jeder großen Feierlichkeit. Dabei handelt es sich um ein Waffelgebäck nach alter Tradition, das in schweren gusseisernen Waffeleisen gebacken und heute oft mit Sahne gefüllt wird.


5. Bremen: Kükenragout

Das bekannteste Bremer Gericht dürfte Kohl und Pinkel sein. Viel weniger verbreitet ist da das Bremer Kükenragout. Zubereitet wird es aus jungen Hühnchen, die maximal einen Monat alt sind. Weil Bremen am Wasser liegt, wundert es auch nicht, dass Flusskrebse und Krabben zu den Zutaten gehören. Mit ins Ragout kommen verschiedene Gemüsesorten, wie Erbsen, Möhren, Spargel oder Schwarzwurzel. Früher wurde die Speise traditionell als Festessen zu Wahl eines neuen Senators zubereitet.

Kükenragout


6. Hamburg: Aalsuppe

Zwar gibt es keine Belege dafür, ob die Hamburger Aalsuppe früher lediglich eine Mahlzeit zur Resteverwertung war oder ob tatsächlich von Beginn an Aal in die Suppe gehört hat. Aber davon lebt schließlich die Legende und immerhin ist das Gericht auch über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt. In die schmackhafte kräftige Suppe gehört neben einer Vielzahl an frischen Kräutern auch Backobst, was die Suppe ganz besonders macht – ob nun Aal noch dazu kommt oder nicht.


7. Hessen: Grüne Soße mit Pellkartoffeln

Gar nicht so unbekannt in der deutschen Küche ist die Grüne Soße aus Hessen, regional auch Frankfurter Grüne Soße. Die kalte Kräutersoße beinhaltet traditionell sieben verschiedene Kräuter und saure Sahne oder wahlweise Mayonnaise, manchmal wird auch hartgekochtes Eigelb mit eingerührt. Dazu werden Pellkartoffeln und hartgekochte Eier serviert.

Pellkartoffeln mit grüner Sauce


8. Mecklenburg-Vorpommern: Fliederbeersuppe

Mecklenburgische Spezialitäten finden innerhalb der deutschen Küche zu Unrecht wenig Erwähnung. Dabei gibt es viele norddeutsche Köstlichkeiten, die typisch für Mecklenburg-Vorpommern sind, wie zum Beispiel die Fliederbeersuppe, die auch in der Hamburger und Schleswig-Holsteinischen Küche bekannt ist. Dabei handelt es sich um eine süße Fruchtsuppe aus dem Saft des schwarzen Holunders. Als Einlage gibt es entweder Mehl- oder Grießklößchen – lecker!


9. Niedersachsen: Welfenspeise

Auch in Niedersachsen bleiben wir bei den Süßspeisen. Eine typische Leckerei ist hier die Welfenspeise. Die Creme besteht aus zwei Schichten: eine weiße Milch-Vanille-Creme und eine gelbe Weincreme mit Ei. Die Farben haben übrigens auch einen historischen Zusammenhang. Weiß und Gelb waren die Farben der Welfen und die Speise erfand ein Koch zu Ehren des Adelsgeschlechts.


10. Nordrhein-Westfalen: Muscheln rheinische Art

Zu den nordrhein-westfälischen Spezialitäten gehören auf jeden Fall die Muscheln rheinische Art. Zwar sind diese generell in der deutschen Küche bekannt, aber prominenter ist sicherlich der Rheinische Sauerbraten. Wer leichte Küche bevorzugt, ist bei den Muscheln garantiert richtig. Die schwarzen Miesmuscheln werden mit Suppengemüse, Zwiebeln und Weißwein gekocht und traditionell mit Schwarzbrot und Butter serviert.


11. Rheinland-Pfalz: Dampfnudeln

Dampfnudeln sind nicht ungewöhnlich in der deutschen Küche, allerdings werden sie wahrscheinlich nirgends so häufig und variantenreich verspeist wie in der Pfalz. Hier werden Dampfnudeln mit salziger Kruste sowohl als Hauptgericht als auch als Nachtisch gegessen, je nachdem, welche Beilagen dazu gereicht werden. Üblich ist beispielsweise, zuerst Dampfnudeln mit Gemüsesuppe oder Gulasch zu essen und anschließend eine weitere Portion mit süßer Wein- oder Vanillesoße und Früchtekompott als Dessert zu genießen.


12. Saarland: Dibbelabbes

Im Saarland weit verbreitet, in der deutschen Küche jedoch nicht allzu bekannt ist der Dibbelabbes, ein Topfkuchen aus geriebenen Kartoffeln, Zwiebeln und Lyoner bzw. Fleischwurst. Gegessen wird das Gericht mit Speck-Sahnesoße oder wahlweise auch süß mit Apfelmus.


13. Sachsen: Getzen

In Sachsen und hier besonders im Erzgebirge isst man gerne Getzen. Beim Buttermilchgetzen handelt es sich um ein herzhaftes Kartoffelgericht, das neben geriebenen Kartoffeln und Buttermilch auch Speck und Kümmel enthält und traditionell in einer gusseisernen Getzenpfanne im Backofen gebacken wird. Je nach Variante wird der Getzen mit Bratwurststückchen belegt und Beerenkompott als Beilage gereicht.


14. Sachsen-Anhalt: Köthener Schusterpfanne

Die Köthener Schusterpfanne findet man selten in Kochbüchern zur deutschen Küche, in Sachsen-Anhalt gehört sie jedoch zu den traditionellen Spezialitäten. Das Gericht besteht aus einem Schweinebraten, der mit Birnen und Kartoffeln überbacken wird. Als Beilage werden Salat oder Rohkost serviert.

Köthener Schusterpfanne


15. Schleswig-Holstein: Holsteiner Sauerfleisch

In Schleswig-Holstein mag man es süßsauer, weshalb viele regionale Speisen entweder direkt süße und herzhafte Zutaten enthalten (z. B. Birnen, Bohnen und Speck) oder durch die Art der Zubereitung eine süßsaure Note bekommen. Holsteiner Sauerfleisch ist ein Beispiel für die zweite Variante. Hierbei wird Schweinefleisch mit Gewürzen wie Wacholderbeeren, Lorbeer und Kümmel in Weißweinessig mit ordentlich Zucker gekocht und anschließend mit der Brühe erkalten lassen. Die dadurch entstehende Sülze serviert man traditionell mit Bratkartoffeln.


16. Thüringen: Biersuppe

Die Thüringer Rostbratwürste werden oft in einem Atemzug mit deutscher Küche genannt und sind entsprechend im ganzen Land und darüber hinaus berühmt. Die Thüringer Biersuppe kennt jedoch nicht jeder. Sie war früher ein traditionelles und weit verbreitetes Frühstück – trotz des enthaltenen Biers. Die Suppe wird mit Brot, Bier, Kümmel, Butter, Zucker und Salz aufgekocht und anschließend passiert.


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