Ein Tag der Langsamkeit auf Zakynthos

Griechenland

1 Tag

Mai 2009

Jörg M.

29.06.2009

weiter
 
Foto vergrößern

Start: Zakynthos

Vorab ein Hinweis: Auf Zakynthos sind zwei Punkte nie weiter als 35 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Die Straßen erlauben aber kaum schnelles Vorankommen. In den Bergen kommt man teilweise mit ca. 70Km/h schneller voran als in der Ebene. Dort gibt es ein Netz aus vielen kleinen Verbindungsstraßen. Um hier zurecht zu kommen ist gutes Kartenmaterial wichtig. Ich empfehle die Karte "Tour in Zakynthos" im Maßstab 1:50.000 (6.- Euro ISBN 978-960-8283-05-3). Das einzige Ziel, das immer ausgeschildert ist, ist Zakynthos Stadt. Die Straßenränder sind deutlich sauberer als auf uns bekannten Inseln der Ãgäis. Wir haben sogar Müllsammler gesehen. Neben der Hauptkirche in der Stadt ist ein empfehlenswerter Stand mit griechischen Leckereien, der auch viel einheimische Kundschaft hat.

Die Festung von Zakynthos Stadt ist Startpunkt dieser Tour. Sie ist außer montags von 10:00h bis 14:00h geöffnet. Gut erhalten sind nur die Bastionen und Vorwerke auf der Zugangsseite. Man kann aber auf den gesamten Außenmauern einen wunderbaren Blick auf die Stadt und den Großteil der Insel genießen.

Fotos:
Foto vergrößern

Station 2: Orthoniaí

Der nächste Punkt der Tour ist die absolute Nordspitze. Auf dem Weg dorthin passiert man zwei interessante Strände:

In der Nähe von Koroni liegt der am Straßenrand beschilderte Xigia Beach. Hier quillt kaltes, schwefeliges Süßwasser aus den Felsen ins Meer. Der Parkplatz ist vom Regen etwas ausgewaschen und alles andere als eben. Hier sollte man keine Angst vor "Anfahren am Berg" haben.

Der Makris Gialos Beach liegt 1.8 Kilometer weiter nördlich und ist ein schöner kleinkindertauglicher Kieselstrand.

Fotos:
Foto vergrößern

Station 3: Koríthion

An der absoluten Nordspitze grüßt ein Leuchtturm die Nachbarinsel Kefalonia. Dort, wo die Straße endet, starten alle 10 Minuten Boote zu den blauen Grotten und zur Schmugglerbucht. Der Preis ist hier deutlich niedriger als in Agios Nicolaos und anderen Häfen.
Mit kleinen Booten wird komplett in die blauen Grotten hineingefahren. Dort überwiegt das vom Meeresgrund reflektierte Restlicht. Mit einer Stange aufgeschlagenes Wasser leuchtet deutlich und wirkt wie eine Lichtquelle.
Wer die Kombinationstour gewählt hat, steigt anschließend in ein schnelles Boot um und saust mit bis zu 21 Knoten zur Schmugglerbucht. Sie ist nur vom Wasser aus zugänglich. Hier versuchte sich 1983 ein Frachter mit Schmuggelware während eines Sturmes vor Polizeibooten zu verstecken und ist gestrandet. Das Frack kann erklettert werden und der fast weiße Strand aus kleinen Kieseln lädt zum Baden ein.

Fotos:

Station 4: Áno Volímai

In vielen Bergdörfern entlang der Routen der Touristenbusse kann man Verkaufsstände mit den immer gleichen Produkten finden. Ich fühle mich davon eher abgestoßen. In Ano Volimai habe ich aber nie Busse gesehen und ich habe gerne die Produkte eines Bauern gekauft, der eigene Olivenbäume und Bienenstöcke hat.

Foto vergrößern

Station 5: Volímai

Von Volimes aus ist die Straße zur Aussichtsplattform über der Schmugglerbucht gut ausgeschildert. Dieser Abstecher ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Foto vergrößern

Ziel: Loúkha

Loukha steht hier als nächstgelegener Ort nur Pate für Porto Limnionas.
Hier lädt ein kleiner Fjord zum Schwimmen und Schnorcheln ein. Man kann gefahrlos von den Felsen ins klare Wasser springen und sich auf den Dächern der leerstehenden Fischer-"Garagen" von der Sonne trocknen lassen.
Einige wenige Meter über dem Meer thront ein Restaurant mit einer überwältigenden Aussicht. Hier gibt es sehr gute Qualität zum kleinen Preis, die uns gleich mehrfach angelockt hat (große Portion Grillspieße mit Beilagen für 5.- Euro).
Bei den Insulanern ist das Restaurant Sommers wie Winters ein beliebtes Sonntagsziel.

Abschließend möchte ich jeden Besucher der Insel auffordern kritisch zu überlegen, ob er wirklich an den an der Südküste überall angebotenen Safaris teilnehmen möchte, die mit Glassbodenbooten versuchen, die bedrohten Caretta Caretta Meeresschildkröten zu Gesicht zu kriegen.

Fotos:
 
zum Seitenanfang