Teneriffa im Februar - eine Inselrundfahrt

Spanien

1 Woche

Februar 2009

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27.02.2009

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Start: Puerto de la Cruz

Nachdem wir endlich dem eisigen deutschen Winter entflohen waren und unseren zehnten Aufenthalt auf der "Insel des ewigen Frühlings" Teneriffa begonnen hatten, konnte die Mietwagen-Reise über diese landschaftlich sehr reizvolle Insel beginnen. Unsere Unterkunft befand sich in Puerto de la Cruz, das im Winter fest in Hand von deutschen Rentnern ist. Leider hat der Norden Teneriffas die Eigenheit, dass es dort öfter bewölkt ist (aufgrund des Nord-Ost-Passates, dessen Wolken sich am 3.718 m hohen Pico del Teide aufstauen). Dies führt aber auch dazu, dass die Nordküste Teneriffas eine üppige Vegetation bietet, während hingegen die Südküste karge Wüstenvegetation bietet. Hierzu später mehr.
Unsere Vermieter erklärten, dass der hiesige Winter auch für die Einheimischen ungewöhnlich kalt sei und so kam es, dass wir in den ersten Tagen des Urlaubs in Puerto de la Cruz keinen Strandaufenthalt genießen konnten.
Dies änderte sich aber gegen Mitte unserer 1-wöchigen Reise, wo der Wind auf Ost drehte und somit Sonne pur das Städtchen an der Nordküste bestimmte.
Die Playa Jardin gilt als der schönste Strand der Stadt und ist bequem mit dem Mietwagen zu erreichen. Parkplätze (leider nicht immer in ausreichender Zahl) befinden sich direkt oberhalb der Zugänge.
Impressionen des Strandes: siehe Fotos.
Besonders schön bei klarem Wetter ist die Tatsache, dass man im Winter unten im angenehm kühlen Atlantik baden kann und zugleich auf den schneebedeckten Teide hinaufblickt. Allein dies schon ein tolles Erlebnis!

Fotos:
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Station 2: Tamaimo

Hinweis zum Zielort: Wir besuchten den Teide-Nationalpark, der leider nicht über eine Ortsangabe markiert werden kann. Über Tamaimo führte später der Weg nach unten, der uns nach Puerto de Santiago/Los Gigantes bringen sollte.

Nachdem es im Hochgebirge heftig geschneit hatte, Einheimische berichteten vom tiefsten Schneefall seit vielen Jahren, und die Straßen wieder befahrbar waren, fuhren wir an einem Samstag hinauf auf den höchsten Berg Spaniens.
Die Straßen sind hervorragend ausgebaut, es kommt allerdings vor allem am Wochenende und nach Schneefall zu großen Staus, da die Einheimischen regelrecht verrückt nach Schnee sind.
Oben in den "Canadas" herrschten demnach auch chaotische Zustände - überall parkten Tinerfenos (die Bewohner Teneriffas) und trafen sich zu Schneeballschlachten und Rodeltouren. Unglaublich, wie viel Freude sie am Schnee haben, von dem wir in Deutschland sicher auch mal genug haben. :)
Wer möchte, kann auf den Pico del Teide auch bis zur Spitze mit einer Seilbahn fahren. Parkplätze finden sich an der Talstation genügend, die Preise für die Auffahrt sind allerdings mit ca. 30 Euro pro Erwachsenem unverhältnismäßig hoch! Des Weiteren fährt die Seilbahn nur bei gutem Wetter und schwachem Wind.

Wir durchfuhren die Canadas (übrigens aktuell Schauplatz eines Werbespots mit Heiner Brand und Olli Kahn) und folgten der Beschilderung Los Gigantes, welches an der Westküste liegt. Auf diesem Weg führt der Weg ins Tal auch durch das Städtchen Tamaimo, welches wir aber nicht näher besichtigten.

Fotos:
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Station 3: Puerto de Santiago

Nach sehr kurvenreicher "Schussfahrt" ins Tal erreichten wir Puerto de Santiago/Los Gigantes. Dieser Urlaubsort an der Westküste wird umrahmt von mächtigen, bis zu 200 m hohen Steilklippen, die meist sämtliche Winde abhalten und den Ort so zu einem Glutofen werden lassen.
Touristisch ist der Ort eher auf britische Kundschaft eingestellt.

Bei gutem Wetter kann man auch die Nachbarinsel La Gomera erblicken.

Strandtipp: Die Playa de la Arena gilt neben der Playa de las Teresitas (siehe weiterer Bericht) als einer der schönsten Strände der Insel.

Fotos:
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Station 4: Los Cristianos

Entlang einer gut ausgebauten Küstenstraße kann man schnell und einfach DEN Urlaubsort der Südküste erreichen - Los Cristianos. Er bildet zusammen mit der siamesischen Zwillingsgemeinde Playa de las Americas das touristische Zentrum Teneriffas. Wer Badespaß pur sucht, der kommt hier auf seine Kosten. Touristisch sind auch diese Orte vor allem auf britische Besucher eingestellt, dies sollte vor allem bei der Auswahl des Essens bedacht werden. ;-)

Dem Badegast bietet Los Cristianos mit der Playa de las Vistas einen herrlichen Sandstrand, der durch Wellenbrecher vor dem rauen Atlantik geschützt ist. Als Parkplatz dient ein großer, allerdings beschrankter und kostenpflichtiger Parkplatz, im Hafen.

Los Cristianos gilt als sonnensicherster und wärmster Ort der Insel, da die Wolken des Nordost-Passates komplett vom Teidemassiv abgeschirmt werden. Nur in äußerst seltenen Fällen schiebt sich eine Wolke vor die Sonne!

Fotos:
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Station 5: Valle de Jaqua

Über die Autobahn TF1 in Richtung Santa Cruz lässt sich nun die Fahrt zu DEM schönsten Strand Teneriffas fortsetzen, der Playa de las Teresitas im Städtchen San Andres.
Leider ist seit vielen Jahren der Trend zu verzeichnen, dass die Hafenanlagen der unmittelbar benachbarten Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife immer mehr in Richtung San Andres ausgebaut werden und somit auch immer mehr Schiffe in direkter Sichtweite dieses herrlichen Strandes ankern.
Dadurch kam es bereits vermehrt zum Anspülen von kleineren Ölflecken an den Sandstrand, der in den 70er Jahren extra künstlich mit Saharasand aufgefüllt wurde.

Dieser Strand ist für eine Anreise mit dem Mietwagen geradezu prädestiniert, da sich im Ort selbst (noch) keine Hotels befinden. Am Strand stehen allerdings ausreichend kostenlose Parkplätze zur Verfügung.

Achtung: Uns wurde bereits 2x das Auto dort aufgebrochen. Keinerlei Wertgegenstände im Wagen lassen und am besten auf Höhe der gelegentlich besetzten "Policia Local"-Häuschen parken.

Fotos:
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Ziel: Taganana

Fährt man auf dem Rückweg nun durch San Andres durch und folgt der Beschilderung Taganana, so durchfährt man das wildromantische Anaga-Gebirge, welches von sehr kurvenreichen Straßen durchzogen ist. Nach Erklimmen des ersten Anstieges hat man auf einem Felsvorsprung einen wundervollen Überblick auf die Playa de las Teresitas zur Rechten und auf die Playa de las Gaviotas zur Linken.

Die Fahrt geht weiter durch einsame Gegenden, die bereits Schauplatz diverser Filme waren. Unterwegs lohnt es immer mal wieder zum Ansehen der Vegetation anzuhalten.

Man sollte unterwegs der Beschilderung la Laguna/Mercedeswald folgen, um durch einen nebelfeuchten Eukalyptuswald hindurch wieder zur Autobahn TF5 zu gelangen. Unterwegs bieten sich jede Menge offiziell ausgeschilderte Fotostopps, die schöne Ausblicke ermöglichen.

Fotos:

Gesamtbeschreibung

Teneriffa bietet aufgrund seiner verschiedenen Höhenlagen praktisch fast alle Klimazonen der Erde. Alleine schon dafür lohnt sich ein Mietwagen auf dieser Insel unbedingt. Es gibt so viel zu entdecken, dieser Tourbericht bietet nur eine winzige Auswahl. Empfehlenswert ist vor allem eine Fahrt über den Teide und (für Urlauber aus dem Süden) ein Besuch der fruchtbaren Nordküste.
Auch nach zehn Aufenthalten kommen wir immer wider gerne zurück!

 
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