Kalifornien Rundreise

USA

2 Wochen

Dezember 2011

Julia P.

08.01.2012

weiter
 
Foto vergrößern

Start: Los Angeles

Ein Tag in Venice Beach. Hier sammelt sich alles was freakig ist. Lange Promenaden mit unzähligen kleinen Läden, die auch alle mehr oder weniger das Selbe verkaufen. Straßenkünstler und Akrobaten sind dort auch anzutreffen. Dazu viele Palmen und endloser Strand, der im Winter jedenfalls nicht zum Baden genutzt wird. Allerdings zum Surfen!

Die Temperaturen im Dezember waren sehr angenehm, fast sogar heiß. Sonnenbrillen und kurze Ärmel oder ein Kleidchen sind jedenfalls empfehlenswert. Am Abend wird es jedoch meist sehr kühl.

Unbedingt sehenswert sind die Kanäle von Venice, woher der Stadtteil auch seinen Namen hat.

Foto vergrößern

Station 2: Cambria

Von L.A. geht es den Highway 101 bis San Luis Obispo. Hier wechselt man auf den Highway 1, der die Küste entlang geht. Landschaftlich sehr reizvolle Strecke. Um in den kurzen Wintertagen alles sehen zu können, teilt man die Strecke in zwei Tagesetappen. Auf der Höhe von Cambria und Morro Beach gibt es zahlreiche Motels.

Highlights in und um Cambria: Elephant Seals. Diese sammeln sich an den Stränden nach San Simeon. Unbedingt stehen bleiben. Der Strand ist gleich neben der Strasse und über Stege erreichbar. Bei San Simeon auf einer Anhöhe liegt das Hearst Castle. Wenn man dieses besuchen will, unbedingt mindestens 1 Woche im vorraus die Tour buchen.

Foto vergrößern

Station 3: Big Sur

Die Küste um Big Sur ist steil und sehr schön. Unbedingt immer wieder bei Turn Outs stehen bleiben. Es gibt einen Wasserfall (Julia Pfeiffer Burns State Park), gleich neben der Strasse, tolle Brücken und viele atemberaubende Ausblicke.

Stoppen kann man noch in Carmel. Wenn man ins Kino geht und Glück hat, trifft man Clint Eastwood, der hier wohnt!

Foto vergrößern

Station 4: San Francisco

San Francisco ist eine tolle Stadt mit Charme und Charisma. Einfach herumzufahren, die steilsten Hügel hinauf und wieder hinunter, ist großartig. Wer gratis Parken will tut dies im Golden Gate Park. Von hier kommt man in die Height Street. In dieser freakigen Straße der Hippies findet man einen Vintage Store nach dem nächsten, wenn man soetwas sucht.

Die Golden Gate darf nicht ausgelassen werden. Hier hat man nicht immer Glück. Oft verhüllt der Nebel diese technische Meisterleistung. Jedenfalls spannend ist ein Besuch des ehemaligen Hochsicherheitsgefängnisses Alcatraz. Auf einer Insel gelegen gelangt man dorthin mit dem Schiff. Das Gefängnis ist nur mit einer Tour besuchbar. Tickets mindestens 1 Woche vorher im Internet kaufen. Von Alcatraz hat man auch einen schönen Blick auf Downtown San Francisco, wenn es keinen Nebel gibt.

Chinatown sollte man ebenfalls einen Besuch abstatten. Einfach mit dem Auto kreuz und quer durchfahren - einfach bunt und unterhaltsam!

Foto vergrößern

Station 5: San Jose

In San Jose sind das TheTechMuseum, das Imaxkino und - wenn man Lust auf was skurriles hat - das Winchester Haus sehenswert. Für uns war die Stadt nur ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg in den Yosemite Nationalpark.

Foto vergrößern

Station 6: Yosemite Village

Da es diesen Winter sehr trocken war und es bisher kaum Schnee gab, waren alle Straßen im Park offen. Meist sind im Winter alle Passstraßen nicht passierbar. Die Hauptstraßen im Tal sind meist geräumt.

Wenn alles möglich ist, unbedingt zum Glacier Point hochfahren. Von dort gibt es einen großartigen Blick zum Halfdome und in das Yosemite Valley. Es gibt entlang der Straße zum Glacier Point ausgeschilderte kurze Wanderrouten, die absolut lohnen.

Yosemite Valley durchfährt man auf einer Route die One Way hinein und wieder hinausführt. Steile Felswände, Kletter Eldorado. Wilde Tiere, wenn man Glück hat! Giant Sequoias (Bäume mit bis zu 30 Meter Durchmesser) sind gleich nach dem Südeingang rechts (Mariposa) zu finden.

Am zweiten Tag durch den Park, ganz nach Osten, Wanderung zum Lake May. Weiter über den Tioga Pass nach Lee Vining, das erste kleine skurrile Städchen außerhalb des Parks am Highway 395 mit einigen Motels, die im Winter teilweise geschlossen sind.

Foto vergrößern

Station 7: Bodie

Eine Ghost Town. Von Lee Vining gehts vorbei am eindrucksvollen Mono Lake mit seinen Salzskulpturen (Stalagmitten) vorbei. Unbedingt stehen bleiben. Der See hat einen irrsinnig hoher Salzgehalt, da zur Wasserversorgung von Los Angeles und San Francisco in den 60ern halb leer gepumpt wurde.

Etwas schlecht beschildert gehts von der 395er nach rechts weg Richtung Bodie einer alten Goldgräberstadt, die in den 60ern aufgegeben wurde. Sehr authentisch!! Kaum Besucher im Winter. Die letzten 3 Meilen sind auf Sandpisten zu fahren. Auch ohne SUV gut machbar. Absolut lohnenswert und eindrucksvoll. Man fühlt sich wie in einer alten Westernstadt. In alle Häuser kann man durch die Fenster hineinschauen und sieht noch alte Möbel wie Hausrat. Es gibt eine Bank, Schule, Kirche, Kaufhaus, viele Wohnhäuser und eine Fabrik.

Foto vergrößern

Station 8: Bishop

Auf dem Highway 395 geht es durch wüstige Gegend zurück Richtung Los Angeles. Da Bodie und Mono Lake den ganzen Tag in Anspruch genommen haben, wird diese Stadt zum Übernachten gewählt. Viele Motels sind verfügbar.

Bishop ist die letzte größere Sadt im Owen Valley. Es gibt hier einen 24h Supermakt, ein paar Restaurants, Tankstellen und eine schöne Fotogalerie.

Foto vergrößern

Station 9: Lone Pine

Zwischen Bishop und Lone Pine kommt man zuerst durch Big Pine, dann Independence und kurz darauf gibt es einen Point of Historic Interest - Manzanar. Hier hatten die Amerikaner während des 2. Weltkrieges, nach dem Angriff auf Pearl Harbour, ein Internierungslager für japanisch stämmige Amerikaner eingerichtet.

Ein absolutes Muss auf dieser Strecke weiter gegen Süden ist Lone Pine. Hier nach rechts abzweigen in die Whitney Portal Road. Der Gipfel des Mt. Whitney, des höchsten kontinentalen Berges der USA, liegt nun direkt vor den Augen.

Nach etwa 3 Meilen biegt man rechts in die Movie Road. In diesem genialen Wüstenstück erlebt man eine natürliche Filmkulisse. Es ist absolut still, im Wüstensand liegen die Steine herum, Blick auf die hohen Berge. Hier wurden fast alle Western gedreht und auch viele SciFi Filme. Weiter Richtung Süden gibts Kakteen, ausgetrocknete Seen und jede Menge Wüstensand/-geröll und rechts und links Berge, die immer weniger werden, je weiter man nach Mojave kommt.

Foto vergrößern

Station 10: Mojave

Etwa eine Stunde vor Mojave gibt es an der Interstate 14, auf die man abbiegt wenns nach Los Angeles gehen soll, den Red Rock Canyon State Park. Ein Stop lohnt sehr. Eindrucksvolle Sandsteinformationen, Kakteen, ausgetrocknete Flussläufe und bunte Felsen sind zu genießen.

Foto vergrößern

Ziel: Los Angeles

Los Angeles - Eine weitläufige Stadt ohne Zentrum. Die Viertel Hollywood und Beverly Hills sind es wert, mit dem Auto durchkreuzt zu werden. Die Häuser unterscheiden sich, sind von einem großen Wunsch zur Repräsentanz geprägt. Die Rasen sind kultiviert, jeder hat hier wohl seinen Gärtner. Die Palmen sind hoch. Die Strassen sind sauber. Alles ist elegant. Hier wohnt die Creme de la Creme!

Um eine schöne Übersicht über die Stadt zu genießen und ein paar architektonische Meisterwerke zu sehen, empfehle ich den Mulholland Drive.

Foto vergrößern

Gesamtbeschreibung

Wir waren zuerst 3 Tage in Los Angeles, was man kürzen kann, wenn man nichts konkretes dort vor hat. Von Los Angeles nach San Francisco in 2 Tagen sollte man einplanen. Für San Francisco waren 2 Tage reserviert, was sich als gut erwies. Von San Francisco in den Yosemite Nationalpark dauert es doch so 5 bis 6 Stunden. Im Yosemite Nationalpark unbedingt auch Wanderungen mitmachen. Wir waren 2 Tage dort; Bodie und Monolake 1 Tag.

Gegen Ende des Owens Valley könnte man in das Death Valley abbiegen und eventuell bis Las Vegas weiterfahren, was ich eher empfehlen würde als am Ende noch 2 Tage in Los Angeles zu verbringen. Wir sind 1.653 Meilen gefahren, das sind 2.810 Kilometer. Das Benzin ist sehr billig. Ein voller Tank kostet etwa 30 Euro. Wir hatten ein Compact Car, was das günstigste war und es war absolut verlässlich und ließ sich sehr gut fahren. Bei der Vermietung wurde uns ein Upgrade empfohlen. Haben wir nicht genommen, war auch gut so, da nicht notwendig!

Zum Abschluss noch ein Foto vom Strand in Carmel.

Kalifornien ist ein absolut reizvolles Land. Vor allem landschaftlich!

 
zum Seitenanfang