Florida-Rundreise

USA

1 Woche

Januar 2008

Anton F.

20.01.2008

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Start: Orlando

Erster Statepark auf dem Programm: Highland Hammocks StPk. Ungefähr 70 Meilen südlich von Orlando. Zwei Rundwanderungen auf Holstege gelaufen. Die Wasserlöcher hatten Tiefstand. An einem Kanal den einzigen Alligator gesehen.Die Fahrt von Orlando bis Lake Placid entlang der HW 27 ist ohne Unterbrechung besiedelt. Wo noch ein paar qm Grünfläche ist, wird das Land zum Verkauf angeboten. Einzelne Orte, wie auf der Straßenkarte zu sehen, kann man nicht identifizieren, Die Orte gehen nahtlos ineinander über. Durch die vielen Ampeln kommt man nicht zügig voran. Im Großraum Miami das gleiche Spiel. Bis Florida City / Homestead folgt Ampel auf Ampel. Übernachtung auf Key Largo, der ersten Key-Insel.

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Station 2: Key West

Von Miami bis zur westlichsten Insel Key West sind es langwierige 150 Meilen. Viele Brücken verbinden die Inseln. Alle Inseln von Key Largo bis Key West sind dicht besiedelt. Es gibt nur drei kleine Küstenflecken Natur, die als StPk ausgewiesen sind. Auf Long Island haben wir den gleichnamigen StPk besucht. Ein Rundweg von 1,2 Meilen leitet an Mangrovenküsten vorbei. Das Wasser ist nicht tief, aber schlammig. Die westlichste Insel Key West ist die touristische Hauptattraktion. Hier können u.a. alte Häuser, ein Leuchtturm, das südlichste Haus, der südlichste Strand oder das Wohnhaus des Schriftstellers Ernest Hemmingway besucht werden. Eine Betontonne markiert den südlichsten Punkt von Continental-USA. An dieser Stelle lassen sich viele Amerikaner fotografieren. In englischer Manier stehen die Besucher in einer Reihe, bis sie zum Fotografieren dran sind. Von hier aus sind es 90 Meilen bis Kuba. Die Suche nach einem Zeltplatz gestaltete sich ein wenig schwierig. Einige Plätze waren belegt, einer verlangte unverschämte 50,- $ (!). Letztlich haben wir auf Key Largo ein Campground für 35,-$ bekommen.

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Station 3: Everglades City

Von Key Largo sind wir zum Everglades NP gefahren. Wenige Meilen hinter dem Parkeingang gibt es einen Abstecher nach Royal Palm. Der so genannte Anhinga Trail führt asphaltiert an einem Kanal entlang. Am Ende des asphaltierten Abschnitts führt ein kleiner Rundweg aus Holzstege über einen See. Hier sieht man die meisten Alligatoren. An anderen Stellen treten sie nur vereinzelt auf. Auch Großvögel können auf dem Anhinga Trail aus wenigen Metern fotografiert werden. Sie scheinen die Besucher gewohnt zu sein und sind nicht scheu. Entlang der Straße um südlich gelegenen Flamingo kommt man an einigen Aussichtspunkten vorbei. Kleine Rundwege bieten Blicke auf die Umgebung. Im Süden der Everglades haben wir bei Flamingo eine Wanderung unternommen. Der Christian Point Trail ist insgesamt 3,6 Meilen lang. Er leitet Besucher abwechselnd durch Mangrovenwälder und offenes Grasland und endet an der Küste. An einigen Stellen ist der schmale Pfad sehr schlammig. Während der Regenzeit ist der Trail überhaupt nicht begehbar. Die Moskitos machen die Wanderung nicht zum Vergnügen sondern erhöhen das Wandertempo. Auch am Ziel der Tour muss man einen Meter Abstand zum Wasser halten. Das Ufer ist wie überall in den Everglades verschlammt. Übernachtet haben wir auf einem Zeltplatz im Norden des Everglades NP – weit weg von den Moskitos. Am Morgen sind wir in den Everglades zunächst noch einmal den Anhinga Trail gelaufen. Am Tag zuvor hatte es geregnet und es war stark bewölkt. Beim zweiten Versuch schien zwar die Sonne, es waren aber alle Alligatoren im Wasser. Nun muss ich mich doch mit den Regenfotos begnügen. Über den Tamiami-Trail (das ist eine Straße) fuhren wir am Nordrand des Everglades NP in Richtung Naples. Mehrere Zwischenstopps auf der Tamiami-Straße erlauben Kurzwanderungen durch den nördlichen Teil des Everglades NP. Im Shark Valley oder an einigen Picknickplätzen liegen die Alligatoren am Wegesrand. Man sollte einige Meilen mit dem Fahrrad der Tamiami-Straße entlangfahren. Denn die Straße ist parallel zu einem Wasserkanal gebaut und alle hundert Meter sonnen sich Alligatoren am Kanalrand. An der Westküste Floridas haben wir in Naples keinen Campground gefunden. Im Koreshan SHPk haben wir glücklicherweise einen der zwei freien Zeltplätze erhalten.

Fotos:
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Station 4: Naples

Der Koreshan StHPk ist im Prinzip ein Freilicht-Museum. Um 1900 hat sich hier eine sektenartige Religionsgemeinschaft niedergelassen. Einige Gebäude wie das Maschinenhaus, die Bäckerei oder das Gemeinschaftshaus aus der Gründerzeit stehen noch und können besichtigt werden. Vor 15 Jahren waren die Räumlichkeiten noch frei zugänglich, mittlerweile können diese nur noch hinter Glasscheiben eingesehen werden. Ein kleiner Naturweg führt entlang des Estero River und bietet einige hübsche Blicke auf den Fluss. Die weitere Fahrt auf der HW 41 führt an der Küste entlang nach Norden. Westlich von Fort Myers besuchten wir die Halbinsel Sanibel. Dort wird Tourismus ebenfalls groß geschrieben. Die Suche nach großen Muscheln wurde durch unsere Ankunftszeit auf kleine Versionen reduziert. Um die Mittagszeit sind die großen Exemplare bereits aufgesammelt. Ins Wasser gehen konnten wir nicht: Drei große Haie tummelten sich am flachen Strand. Sie kamen bis zu 4m ans Ufer heran! Die Preise für Zeltplätze sind auch an der Golfküste unverschämt hoch. Obwohl die Campgrounds nicht am Meer liegen, verlangen die für zwei Personen um die 50,-$. Im Myakka River StPk haben wir für 24,-$ einen Zeltplatz bekommen.

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Station 5: Bradenton

Der Myakka River StPk ist zwar der größte Statepark in Florida, aber er bietet nur wenig interessante Wanderungen an. Ein Holzsteg am Oberen Myakka Lake ist zum Beobachten von Wildvögel eingerichtet. Das interessanteste ist der Canopy Walk. Diese Wanderung endet an einem 23m hohen Holzturm, der über eine Hängebrücke erreicht wird. Von diesem Turm überblickt man den gesamten Park. Eine nicht ausgeschriebene Wanderung entlang des Myakka River erlaubt schöne Blicke auf den Fluss. Alligatoren waren jedoch nicht zu sehen. Vielleicht war es diesen zu kalt: ein Kälteeinbruch drückte die Temperaturen in den Keller. Im Schatten war der Wind empfindlich kühl und machte einen Pullover nötig. Wenige Meilen südlich von St. Petersburg befindet sich an der Golfküste der kleine De Soto NM. Hier landete der spanische Konquistador Fernandes de Soto. Einige Hütten der einheimischen Indianer aus der Zeit um 1540 wurden als Freilichtmuseum aufgebaut. Nahe der Ortschaft Brookville haben wir am Silver Lake einen Zeltplatz gefunden.

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Station 6: Crystal River

Heute war die kälteste Nacht. Trotz langer Hosen und Pulli haben wir im Zelt gefroren. Trotz Winterzeit ist die Temperatur für Florida ungewöhnlich kühl. Am Tag werden es im mittleren Teil Floridas nicht mehr als 17 Grad warm. Die erste Sightseeing-Tour machten wir im Homosassa Springs Wildlife StPk. Dieser Park ist eigentlich ein kleiner Zoo. Die Hauptattraktion sind die seltenen Manatees. Fünf dieser Kolosse trieben träge in einem klaren See. Durch Unterwasserfenster können die Manatees auch im Wasser beobachtet werden. Ansonsten gibt es hier jede Menge Wasservögel, Reptilien und ein Flusspferd. Das weibliche Flusspferd ist Darstellerin in einigen Filmen gewesen und fristet in Homosassa ihr Dasein. Homosassa Springs StPk war unser nördlichster Punkt an der Westküste Floridas.

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Station 7: Saint Augustine

Wir fuhren nun quer durch Florida zur Atlantikküste nach St. Augustine. Hier besichtigten wir das Kastell de San Marcos. Dieses Fort ist noch aus der Zeit der spanischen Besatzung. Die einzelnen Räume sind teilweise mit alten Gegenständen interessant hergerichtet.Auch die Stadt St. Augustine ist sehenswert. Der Ortskern ist im spanischen Stil hergerichtet und Touristen können auf autofreien Straßen flanieren. Das College und andere große Gebäude sind im mittelalterlichen Stil gebaut. In St.Augustine haben wir ein Zimmer im Motel 8 bezogen.

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Station 8: Daytona Beach

Von St. Augustine fuhren wir an der Atlantikküste nach Süden zum 20 Meilen entfernten Fort Matanzas. Dieses Fort ist während der spanischen Besatzungszeit errichtet worden. Es ist nur mit einem Boot erreichbar. Die Überfahrt zum Fort war kostenlos. Insgesamt 45 Minuten dauerte der geführte Ausflug. Das Kennedy Space Center östlich von Orlando hat uns stark enttäuscht. Vor 10 Jahren konnte man hier problemlos aufgestellte Raketen und das alte Raketenkontrollzentrum besichtigen. Mittlerweile muss man 35,-$ Eintritt bezahlen. Für weitere neue Attraktionen zahlt man zusätzlich 21,-$! Diesem Nepp haben wir uns verweigert. Einige Meilen vor den Raketenzentrum haben wir an einer Hall of Fame trotzdem noch einen Space Shuttle aus nächster Nähe fotografieren können. Die letzte Nacht in Florida verbrachten wir in Kissimmee bei Orlando.

Ziel: Orlando

In Orlando startete dann wieder unser Heimflug über Charlotte nach Frankfurt. Insgesamt 1598 Meilen haben wir glücklicherweise unfallfrei mit dem Auto hinterlegt.

Gesamtbeschreibung

Florida in 10 Tagen mit einem eigenen Mietwagen.
Von Orlando die Atlantikküste nach Süden und die Golfküste nach Norden. Von Homosassa Springs nach St. Augustine und wieder zurück nach Orlando.

 
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