Reiseplanung
Roadtrip Normandie und Bretagne
Amiens
Saint-Malo
Start: Amiens
In Amiens findet man die größte Kathedrale in ganz Frankreich, die einst Vorbild für den Kölner Dom war. Die Fassade dieses gotischen Meisterwerks war ursprünglich sogar bunt. Amiens war nicht nur die Wahlheimat von Jules Vernes, sondern hat auch Nicht-Schriftstellern einiges zu bieten.
Station 2: Rouen
Rouen ist die Hauptstadt der Normandie. Auch hier gibt es eine Kathedrale, die Claude Monet zu verschiedenen Tageszeiten und unter verschiedenen Lichteinflüssen gemalt hat. Dafür hat er sich sogar gegenüber ein Zimmer gemietet.
Leider hat das Gesamtbild der Stadt in den letzten acht Jahren sehr nachgelassen: viele Ecken wirken schmuddelig und ein wenig heruntergekommen.
Wer Buntes mag, sollte einen Blick in die zahlreichen Konditoreien und Bäckereien werfen.
Station 3: Caen
Caen ist eine wunderbare und gepflegte Stadt. Das mag auch der Grund dafür sein, dass William the Conqueror sich hier eine riesige Festungsanlage gebaut hat, in der mittlerweile ein Museum mit Restaurant untergebracht ist und wo im Sommer Freilichtkonzerte stattfinden.
Kulinarische Empfehlung: Erst einen herzhaften Galette (dünner Pfannkuchen) und anschließend einen süßen Crêpe.
Station 4: Le Mont-Saint-Michel
Schon wenn man über den Damm auf den Mont St Michel zufährt, ist man beeindruckt. Je nach Tageszeit leuchtet der Berg in den unterschiedlichsten Farben und zieht einen in seinen Bann. Ist man erstmal am Fuß des Berges angekommen, muss man sein Auto für satte 4 Euro abstellen. Ein bisschen schockiert ist man, wenn man sich unten durch die engen Gassen gespickt mit Touri-Läden und -Restaurants quetscht. Je höher man kommt, desto ruhiger wird es aber. Wenn man den zweiten Schock überwinden kann (das Eintrittsgeld zur Klosteranlage von 8,50 Euro), wird man belohnt. Man genießt eine sagenhafte Aussicht über das Wattenmeer und beobachtet von oben die Stecknadelköpfe bzw. Wattwanderer. Völlig überraschend ist der kleine Klostergarten, der liebevoll in dieser Höhe angelegt wurde. Umringt von einem Säulengang lädt er zum Relaxen ein. Hier kann man wunderbar an gar nichts denken. Geht man durch die verschiedenen Räume der Anlage, fühlt man sich an "Der Herr der Ringe" oder "Der Name der Rose" erinnert. Bei unserem Besuch war gerade eine Fotoausstellung ("Zwischen Himmel und Erde") über heilige Orte und Berge dort untergebracht. Außerdem wurde in verschiedenen Räumen Musik gemacht (Cembalo, Kontrabass, Querflöte), die man ganz unterschwellig beim Rundgang hörte.Fazit: ein kostspieliger aber unvergesslicher Besuch. Nicht umsonst wird der Mont St Michel das achte Weltwunder genannt.
Ziel: Saint-Malo
Traumhafte Strände und immer viel Trubel in den Gassen dieses schönen Ortes in der Bretagne. Alles spielt sich innerhalb der beeindruckenden Stadtmauern ab. Viele Tagestouristen, die von den benachbarten Kanalinseln per Schiff zu Besuch kommen. Durch den Fährhafen schauen auch viele Touristen vorbei, die auf der Durchreise von oder zu einer Fähre sind. Tipp: Möchte man am Wochenende hin, sollte man früh da sein. Ansonsten wird es schwierig mit den Parkplätzen und man muss mitunter sehr weit laufen.
Köstlich: Crêpe mit Schokolade und gegrillten Mandeln!
Gesamtbeschreibung
Es muss nicht immer Südfrankreich sein! Auch wenn man dort im Sommer eher Gut-Wetter-Garantie hat, haben die Städtchen der Normandie und der Bretagne einiges an Charme und Schönheit zu bieten.