Reiseplanung
Ausflüge um Birmingham
Birmingham
Birmingham
Start: Birmingham
Die ersten Tage haben wir in Birmingham verbracht. Danach sind wir mit dem Auto los gefahren, um die Gegend zu erkunden.
Birmingham liegt im Herzen von England und eignet sich daher sehr gut für Ausflüge in ganz England oder Wales.
Wir haben bei tollem Wetter eine Bootsfahrt auf den Kanälen gemacht. Sehr interessant, da man sieht, wie zu Industriezeiten die Kanäle als effizientes Transportmittel genutzt wurden – zum Beispiel Verbindungen nach Manchester oder Liverpool. Man sagt hier auch, dass Birmingham mehr Kanäle haben soll als Venedig.
Zum Mittag haben wir uns dann nett in ein Café in „Brindley Place“ gesetzt und etwas gegessen. Die Ikon Gallery hat mir außerdem sehr gut gefallen, die im gleichen Viertel zu finden ist. Wer also Lust auf Kunst hat, ist hier richtig.
Eine Tour durch die Innenstadt von Birmingham führt von Brindley Place und Broadstreet (der Partymeile am Wochenende) zur Symphony Hall über Stadtbücherei zur Town Hall, Art Gallery sowie Rathaus. Sehr interessante Gebäude und es lohnt sich einfach mal hineinzugehen und zum Beispiel den großen Saal der Symphony Hall anzuschauen, auch wenn man keine Veranstaltung besucht.
Weiter in der Innenstadt befindet sich das Shopping Centre „Bullring“ und das Selfridges Gebäude, entworfen von den Architekten „Future Systems“ gleich neben der St. Martins Church.
Wer einfach nur entspannen will bei „Tea and Scones“ kann dies im Botanischen Garten tun, der etwas außerhalb der Innenstadt liegt. Am Wochenende gibt es hier auch oft Jazz Musik.
Am Freitag, spät nachmittags haben wir dann in der Nähe des China Town das Auto abgeholt. Die Mitarbeiter waren sehr nett und hilfsbereit. Das Fahren in Birmingham war zwar anfangs aufregend, da ziemlich viel Verkehr vorherrscht, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran. Und das Beste: Unser Auto hatte ein eingebautes Navigationsgerät! Na dann kann die Reise ja losgehen...
Station 2: Stratford-upon-Avon
Richtung M42 und M40 erst mal aus der Stadt Birmingham raus. Immer schön auf die Speed cameras achten, denn das kann teuer werden und auch Punkte kosten…
Stratford upon Avon liegt ca. 1 Stunde von Birmingham entfernt. Dieses kleine Städtchen, am River Avon gelegen, ist die Geburtsstadt von William Shakespeare. Die Royal Shakespeare Company führt ein buntes Programm von seinen Stücken auf und ist im Zentrum von Stratford gelegen.
Wir haben uns Eintrittskarten für 5 Häuser (5-Häuser-Ticket) von Shakespeare gekauft und davon Shakespeare’s Birthplace, Anne Hathaway’s Cottage und Nash’s House & New Place angeschaut.
Weitere Häuser, die man hätte anschauen können, sind Mary Arden’s House, Hall’s Croft, Harvard House. Allerdings fanden wir es zu schade, die Häuser nur kurz anzuschauen und haben uns daher auf 3 beschränkt. Kostenmäßig hat es sich außerdem gelohnt, anstelle alle Eintritte einzeln zu bezahlen.
Alle sehr interessant mit viel Geschichte von Shakespeares Elternhaus im Zentrum von Stratford, welches eins der schönen erhaltenen Fachwerkhäuser ist. Im Übrigen sind davon noch viele weitere in der Stadt zu sehen.
Besonders schön fand ich Anne Hathaway’s Elternhaus, wo die beiden sich zuerst trafen und später heirateten. Es hat einen wunderschönen, erholsamen Garten mit Blumendüften, Gemüse und kleinem Wäldchen und Apfelbaumreihen. Gegenüber von Anne Hathaway’s Cottage kann man sich gemütlich in ein Café setzen, bevor es dann weiter zum nächsten Haus geht.
Am Abend kann man sich Fisch und Chips von einem Restaurant/ von der Bude holen und an den River Avon setzen und den Schwänen zuschauen.
Wir sind jeden Tag wieder nach Birmingham zurück gefahren, aber es wäre auch möglich, sich hier ein Bed & Breakfast zu suchen und noch den Abend etwas länger zu genießen. Oder vielleicht noch zu einem Theaterstück zu gehen?!
Rundherum ein gelungener Tag und sehr zu empfehlen!
Station 3: Warwick
Warwick Castle
Den nächsten Tag ging es wieder in die gleiche Richtung. Allerdings nach Warwick, um das Warwick Castle anzuschauen.
Das kleine Städtchen Warwick ist sehr niedlich, allerdings mussten wir nach einem Parkplatz suchen.
Das Castle selber am River Avon gelegen ist relativ touristisch. Wir hatten Glück und die Schlangen waren nicht allzu lang, um Karten zu bekommen. Allerdings waren wir auch recht früh da. Später wurde die Warteschlange immer länger.
Die Burg ist in einem sehr guten Zustand und es sind Ausstellungen um die Burgmauer herum und im Schloss zu sehen (diese fand ich am interessantesten). Die Burgmauern und Türme kann man besteigen und ziemlich weit in die Umgebung schauen.
Auf einem (Schlacht-)Feld in der Nähe des Flusses gab es Vorführungen mit einem Katapult, das früher zur Attackierung von Burgen benutzt wurde und „Feuerbälle“ auf die Festung schleuderte. Zudem kann man Falken beim Fliegen zugucken.
Station 4: Bakewell
Chatsworth House
Unsere letzte Reise für diese Mietwagentour führte uns dann nach Chatsworth House im Peak Distrikt. Ich liebe alte Herrenhäuser, von denen es in England viele gibt (zum Beispiel auch vom National Trust oder British Heritage). Dieses aber ist wirklich ein Muss! Es hat uns allen sehr gut gefallen.
Die Reise dorthin über die Hügel und Weiten des Peak Districts war zudem schon sehr entspannend. Und kleine Pausen hier und dort, um die Natur richtig zu genießen, taten gut.
Um zum Haus zu gelangen muss man erst durch den Ort Bakewell, in dem sich auch der „Farm Shop“ befindet. Super frische, leckere Dinge aber auch Geschenke zum Mitbringen (z.B. Marmeladen/ Jams/ Chutneys – typisch englisch…;) ).
Sobald man dann auf das Parkgelände vom Chatsworth House fährt, kann man in der Ferne schon das Herrenhaus sehen – richtig inszeniert. Diese grünen Wiesen mit Schafen überall! Menschen, die schon morgens hier zum Spazieren und Picknick herkommen. Oja, auch wir haben einen Picknick-Korb mitgebracht. Allerdings für später. Und das Wetter ist klasse! Sonnenschein pur.
Nachdem das Auto geparkt ist, kaufen wir uns ein Kombi-Ticket für Haus und Gartenanlagen. Recht teuer, aber es wird sich lohnen!
Wir haben uns einen Kopfhörer ausgeliehen, der vieles im Haus erklärt. Und die Säle sind prachtvoll und immer wieder mit Blick nach draußen in den Garten und zu den Wasserspielen.
Das Haus selber, im klassizistischen Stil erbaut, ist heutiger Sitz der Familie Cavendish, die Herzogin und Herzog von Devonshire. Es gibt auch eine Geschichtstafel, auf der man die verschiedenen Herzoge/ Herzoginnen nachvollziehbar erörtert bekommt.
Der Garten ist im Barockstil mit Kaskaden gestaltet. Die Fontaine von Joseph Paxton lädt zum Verweilen ein. Weiterhin gibt es einen Irrgarten und Rosengarten, einen Sinnes- und Kräutergarten sowie den Steingarten. Für einen Pflanzen- und Architekturfan wie mich genau das Richtige.
Auf einem Hügel speist zudem ein See durch den natürlichen Wasserdruck die Fontaine im Park.
Einige Besucher lassen sich auf den Wiesen nieder, um sich in der Sonne zu entspannen. Wir auch, aber langsam drängt uns der Hunger zurück zum Wagen und unserem Picknick-Korb. Zwischen Schafen und Bäumen finden wir einen Tisch und Bänke. Wir lassen es uns schmecken. Der Tag war toll!
Station 5: Buxton
Peak District
Zurück geht es Richtung Buxton und Congleton. Zumindest zeigt dies unser eingebautes Navigationsgerät an. Zuerst nach Bakewell zurück, geht es sodann an kleinen Flüsschen, engen heckenbepflanzten Straßen und kleinen Dörfern richtig schön über Hügel und Tal, Hügel und Tal, Auf und Ab durch das Peak Distrikt. Bei jedem Hügel das Kribbeln im Bauch. So viel hab ich lange nicht mehr gelacht. Die Weiten und die langsam untergehende Sonne. Aber Vorsicht, Schafe auf der Straße… ausgebüchst.
Ziel: Birmingham
Wow, man merkt schon, wenn man sich Birmingham wieder nähert, wie viel Verkehr es gibt.
Diese Fahrt war Erholung, aber auch Anregung in verschiedenster Weise.
Abgabe des Wagens wiederum kein Problem. Würde ich immer wieder so buchen!